SEO = Search Experience Optimization?

Warum ich anstelle von „Search Engine Optimization“ lieber „Search Experience Optimization“ (SXO) sage?

SEO steht im klassischen Sinne für „Search Engine Optimization“ und meint Maßnahmen, die für eine bessere Positionierung in den Suchmaschinen beitragen sollen.

Dabei wird oft von OnPage und OffPage Maßnahmen gesprochen. Der Content wird auf entsprechende Keywords optimiert, nach denen Besucher potenziell suchen. Ladezeiten, Bildgrößen und der Quellcode wird für eine schnelle Reaktionszeit optimiert. Mit strukturierten Daten werden Websites angereichert und holistische Landingpages mit bis zu 5000 Wörtern pro Page werden generiert um Suchmaschinen eine möglichst hohe Relevanz an Inhalt für die entsprechenden Keywords zu liefern. Die Reputation der Website wird mit aufwendig überlegten Linkbuilding-Maßnahmen vorangetrieben.

Was bei all diesen Maßnahmen aber oft in Vergessenheit und in den Hintergrund gelangen kann, ist der eigentliche Nutzen einer Website: Den Nutzer erreichen und eine gute Plattform bieten, mit der der Kunde bzw. der Besucher einer Website gut und gerne interagiert. Eine Website muss für den Kunden, nicht für die Suchmaschine optimiert sein. Bei der Search Engine Optimization geht es darum die Benutzererwartungen zu erfüllen und die Benutzererfahrungen zu optimieren.

Was will Google?

Google hat das Ziel dem Nutzer die Antworten auszuliefern, die Antworten und Lösungen auf die Fragen und Problemstellungen der Suchenden liefern. Nur dann, wenn Google dieses Ziel erreicht, werden Nutzer wiederkommen und die Suchmaschine erneut nutzen. So nutzt Google beispielsweise die Absprungsrate (Bounce-Rate) als Messwert für die Qualität der entsprechen Website. Sucht ein Nutzer beispielsweise nach „Haus kaufen mit Garten in Wolfsburg“, dann ist klar, was die Intention des Suchenden ist. Der Kunde sucht nach einem Haus mit Garten in Wolfsburg. Gelangt der Nutzer nun auf eine Webseite, die lediglich Angebot ohne Garten liefert, ist die Nutzererwatung nicht erfühlt und man kann von einer schlechten „Search Experince“ sprechen.

Matt, meinst du das wir „Search Engine Optimization“ umbenennen sollten?

In dem Video erzählt Matt Cutts (ehemaliger Chef des Web Spam-Teams bei Google) seine Sicht auf die Beschreibung des Begriffs SEO und warum auch er den Begriff „Search Experience Optimization“ bevorzugt.

Wie kann eine gute Search Experience erreicht werden?

Durch die Search Experience Optimization wird das Thema Suchmaschinenoptimierung um eine vierte Säule erweitert. So werden neben technische Aspekte, OnPage-Faktoren und Backlinks auch die Aspekte aus dem  User Experience Design ins Visier genommen, die zur Zufriedenheit der Nutzer beitragen können. Neben den erfüllen der Nutzererwartungen gilt es auch durch den Einsatz von User Interface Design eine Website so zugestellten, das die Struktur klar ersichtlich ist, der Benutzer sich wohlfühlt und durch gezielte CTAs (Call-to-Action) geführt wird um die gewünschten Conversions zu erreichen.

Wie sollte ich SEO richtig betreiben?

Die Frage nach dem „richtigen“ SEO lässt sich weder pauschal stellen noch beantworten.
Kombiniert man „SEO“ und „UX“ erhält man die Definition „Search Experience Optimization“.
Ich halte diesen Ansatz für das richtige betreiben von SEO. Den letztlich erfühlen wir hiermit das Ziel, welches Google verfolgt:
Relevante Inhalte mit Antworten, Angeboten und Lösungen in einer entsprechenden Qualität, die die Benutzererwartungen erfüllt und dem Benutzer zu seinem individuellen Problem, seiner Frage oder Interesse ausgeliefert wird.

Schluss mit Silodenken!

In der werbetreibenden Industrie sowie im Agenturenumfeld wird leider immer noch häufig Silodenken betrieben.
Nicht nur beschränkt auf das Thema SEO werden Kommunikations- und Werbemöglichkeiten immer noch leider seht monothematisch angegangen. Viele SEOs denken zu sehr technisch, Designagentur haben oft nur Schrift und Bilder vor Augen, Texter schauen auf den Content und Webentwickler hacken im PHP-Code. Die Kunst im heutigen Unternehmensumfeld einer erfolgreichen (Online) Marketing Agentur liegt darin Silo-Denken abzuschalten und Themenbereiche zu kombinieren und sich gegenüber den Input von Experten aus den jeweiligen Spezialgebieten endlich zu öffnen und gemeinsam an einer Lösung zu arbeiten.

Ich möchte Euch dazu einmal folgende Videos ans Herz legen:

 

Mehr über das Thema Silodenken

Falls Du noch mehr zum Thema Silodenken erfahren möchtest,
empfehle ich den Artikel „Silodenken: Wie Sie es aufbrechen“ von der Karrierebibel.

Ein weiterer Interessanter Artikel ist die Studie „Silodenken behindert Digitalisierung“, die auf der Website digitaler-mittelstand.de veröffentlicht wurde.