Five Guys ist eine sehr bekannte Marke schlechter, überteuerter und billig verpackter Fastfood-Burger. Five Guys gilt als die schnellstwachsende amerikanische Restaurantkette. Gegründet wurde die Systemgastronomiekette 1986 in den Vereinigten Staaten. Genauer gesagt in Lorton, Virginia.
Five Guys – Die Burger-Fastfood Revolution?
Was Five Guys von anderen Läden, wie die auch in Deutschland verbreiteten Ketten von McDonalds und BurgerKing in den letzen 10-15 Jahre unterschieden ließ, war die Tatsache, dass Burger erst bei Bestellung gefertigt werden. Das Marketingkonzept von Five Guys basiert darauf, die frische, handgemachte Zubereitung der Speisen zu betonnen. Anstelle aus mehreren Burger-Variationen zu wählen, selektiert der Kunde zwischen Cheeseburger oder Hamburger. Jede weitere Zutat ist individuell und wird auch individuell zusätzlich abgerechnet. Neben den Burgern gehören Pommes Frites und der obligatorische Milchshake zum weniger breiten Produkt-Portfolio von Five Guys.Auch bei den Pommes bemüht man sich der frischen Zubereitung. Hierbei werden Kartoffeln in einer Maschine zerkleinert und fallen anschließend in das Friteusenfett.
Das Konzept zwischen vermeintlich frisch und dennoch schnell (Fastfood) kam als „bessere“ Alternative zu McDonalds, BurgerKing und Co. gut an und verbreitete sich schnell in den Gebieten der USA. Seit 2013 gibt es die erste Kette in Europa, genauer gesagt in London. 2017 expandierte das Unternehmen mit zwei Standorten nach Deutschland. In Essen und Frankfurt am Main kann bei der aus den USA bekannten Burgerkette speisen. Zum Start in Deutschland warteten Teils stundenlang sehnsüchtig Menschen vor den Türen der neueröffneten Filialen in Essen und Frankfurt.
Obwohl selbst Barack Obama vom Burger-Giganten schwärmt, kann ich diesem Hype absolut nichts abgewinnen. 2013 in New York und 2016 in London habe ich den von vielen Deutschen so sehr beliebten Bürgerbrater getestet. Sowohl in London als auch in New York in der Nähe der des Times Square wurde mir nach ewigen anstehen, umzingelt von Kleinkindern und pubertierenden Fünftklässlern ein Cheeseburger umwickelt in Alupapier, eingepackt, in triefenden Altpapier gereicht, welcher sich wiederum zusammen mit Pommes Frites in einer ebenfalls von außen und innen mit Fett beschmierten Papiertragetasche befand. Wenn ich für einen Chesseburger (egal ob frisch zubereitet oder nicht) umgerechnet ca. 14€ bezahle, erwarte ich zumindest eine brauchbare Verpackung, die den darin enthaltenen Burger zumindest nach dem schmecken lässt, was drin sein soll, nämlich ein frisches Fleisch und Zutaten. Stattdessen kommt man bei Five Guys in den Genuss von weniger appetitlichen Alu-Metall. Lecker!
Geschmack vs. Verpackung (0:1)
Warum entscheide ich mich für Frische und für eine Produktion der Burger ohne eingefrorene Zutaten, wenn diese beim anschließenden verpacken vernichtet wird? Sollte man nicht auch von frischen, zubereiteten Burgern eine gewisse, ästhetische Zubereitung erwarten dürfen? Zum einen isst das Auge bekanntlichermaße mit, zum anderen bringen Spuren von Alu in Lebensmittel immer auch umstrittene gesundheitliche Risiken mit sich. Überall auf den Tischen des Restaurants türmen sich Müllberge von unnötige und hässlichen, sich anhäufenden Alu-Papier und verfetten Altpapier mit Erdnussöl-Geruch. Der Anblick dieser Türme gleicht nicht denen, einer angenehmen Atmosphäre zum verspeisen seiner individuellen und frisch zubereiteten Burger, sondern lässt den Anschein einer Müllumschlaganlage entstehen.
Markentreue oder nur Hype?
Schaut man sich die Rezesionen (insbesondere der neuen beiden Standorte in Deutschland an), wird Five-Guys genau deswegen gelobt, wegen diesen authentischen verpackten und überteuerten Burgern, wie sie die Kuden aus Ihren USA-Urlaub kennengelernt haben (ohne vermutlich je in einem richtigen amerikanischen, wirklich authentischen Restaurant gegessen zu haben). Urteile wie „Es sieht aus wie in den USA“ sind Bewertungen, die überwiegen. Letztlich ist es ein mitgehen eines Hypes und das konsumieren einer Marke, nicht aber der Verzehr eines frischen, leckeren und mit Leidenschaft kreierten Burgers. Was Five-Guys in meinen Augen ausmacht, ist der Versuch des unendlichen kommerzialisieren einer Hipster-Burger-Bude. Nur das es diese Hipster-Buden in zwischen in jeder Stadt gibt und zudem meist Bio-Fleisch aus regionalen Anbau für weit weniger anbietet.
Sollte es doch etwas von etablieren, internationalen Burgerladen sein, genieße ich doch lieber einen Signature-Burger vom Restaurant mit den goldenen Bögen. Hier bezahle ich deutlich weniger, bekomme eine Verpackung, die den Inhalt ästhetisch präsentiert und verpackt und sich anschließend umweltschonend entsorgen lässt. Dank der Möglichkeit meine Bestellung über ein Terminal zu tätigen, brauche ich mich auch nicht Stundenlang in eine Schlange pubertierender Kinder zu stellen.
Five-Guys ist für mich das Apple der Burgerketten, bei dem angebliche Markenfans sich stundenlang vor Eröffnung in Schlangen vor den Eingangstoren befinden nur ohne Daseinsberechtigung in Hinblick auf den eigentlichen Inhalt: Den Burgern.