Datenschutz- & Konformitätsprüfung

Microsoft 365 prüfen: Datenschutz, Zugriff, Freigaben und Mail.

Wir prüfen Ihren Tenant in sechs Bereichen, rein lesend und per Skript. Jeder Befund hat einen Soll-Wert, den gefundenen Ist-Zustand, eine Ampel und eine konkrete Maßnahme. Die Rohdaten bleiben bei Ihnen, damit sich das Ergebnis im nächsten Jahr Punkt für Punkt vergleichen lässt.

Prüfkatalog

Sechs Bereiche, einzeln oder zusammen buchbar

Klappen Sie einen Bereich auf: Sie sehen, was wir dort prüfen, und einen typischen Befund, wie er in vielen gewachsenen Tenants auftaucht. Der farbige Punkt zeigt die Ampel dieses Beispiels.

Identität & ZugriffWer kommt wie rein, und mit welchen Rechten? 8 Prüfpunkte

Was wir prüfen

  • Conditional-Access-Richtlinien und ihre Ausnahmen
  • MFA-Abdeckung und erlaubte Methoden, phishing-resistente Verfahren
  • Legacy-Authentifizierung blockiert
  • Anzahl und Schutz privilegierter Rollen
  • Notfallkonten: ausgenommen, geschützt, überwacht
  • Privileged Identity Management für Admin-Rollen
  • Einwilligung in Apps durch Benutzer
  • Gastzugriff und Einladungsrechte

Typischer Befund Kritisch

Sieben dauerhaft zugewiesene globale Administratoren, kein PIM.

Soll
Weniger als fünf globale Admins (Microsoft-Empfehlung), Rollen nur bei Bedarf aktiviert.
Maßnahme
Rollen reduzieren, PIM mit Genehmigung und Begründung einführen.
Datenstandort & Microsoft-EinstellungenWo liegen die Daten, und was darf Microsoft sehen? 6 Prüfpunkte

Was wir prüfen

  • Datenstandort des Tenants je Dienst
  • EU Data Boundary
  • Customer Lockbox (sofern lizenziert)
  • Diagnosedaten der Office-Apps
  • Optionale verbundene Erfahrungen
  • Datenschutzeinstellungen per Cloud-Richtlinie

Typischer Befund Prüfen

Optionale verbundene Erfahrungen für alle Benutzer aktiv, ohne dokumentierte Entscheidung.

Soll
Bewusst entschieden und per Cloud-Richtlinie gesetzt, im Verarbeitungsverzeichnis vermerkt.
Maßnahme
Richtlinie im Office-Cloud-Richtliniendienst setzen, Entscheidung dokumentieren.
Freigaben & InformationsschutzWas verlässt das Haus, und wer merkt es? 6 Prüfpunkte

Was wir prüfen

  • Externe Freigabe in SharePoint und OneDrive, organisationsweit und je Site
  • Standard-Linktyp und Ablauf von Links
  • Gast- und Teams-Richtlinien
  • Vertraulichkeitsbezeichnungen: veröffentlicht und genutzt
  • DLP-Richtlinien und ihre Wirkung
  • Freigaben aus OneDrives ausgeschiedener Mitarbeitender

Typischer Befund Kritisch

Standardlink „Jeder mit dem Link“, ohne Ablaufdatum.

Soll
Standardlink „Personen in Ihrer Organisation“, anonyme Links nur mit Ablauf oder gar nicht.
Maßnahme
Freigabestufen je Site festlegen, bestehende anonyme Links auswerten und bereinigen.
Aufbewahrung & ProtokollierungBleibt, was bleiben muss, und verschwindet der Rest? 6 Prüfpunkte

Was wir prüfen

  • Aufbewahrungsrichtlinien im Abgleich mit dem Löschkonzept
  • Konflikte zwischen Aufbewahrung und Löschung
  • Audit-Protokollierung aktiv
  • Aufbewahrungsdauer der Audit-Daten
  • Postfach-Überwachung
  • Dokumentierte Aufbewahrungssperren (Holds)

Typischer Befund Prüfen

Audit-Daten werden 180 Tage aufbewahrt, das Löschkonzept verlangt ein Jahr Nachvollziehbarkeit.

Soll
Aufbewahrung der Audit-Daten passend zum eigenen Konzept, Lücke bewusst geschlossen oder begründet.
Maßnahme
Audit-Aufbewahrungsrichtlinie (lizenzabhängig) oder Export in ein eigenes Log-Archiv.
BeschäftigtendatenLässt sich Leistung oder Verhalten auswerten? 5 Prüfpunkte

Was wir prüfen

  • Anonymisierte Namen in Nutzungsberichten
  • Auswertungsfunktionen in Teams und Viva
  • Copilot-Dashboard und Nutzungsberichte
  • Adoption Score
  • Abgleich mit Dienst- oder Betriebsvereinbarung

Typischer Befund Prüfen

Klarnamen in den Nutzungsberichten des Admin Centers sichtbar.

Soll
Namen in Berichten verborgen, wie in der Betriebsvereinbarung festgelegt.
Maßnahme
Einstellung im Admin Center umstellen, Ausnahmen für berechtigte Rollen dokumentieren.
E-Mail-SicherheitKommt Schadcode rein, oder gehen Daten unbemerkt raus? 6 Prüfpunkte

Was wir prüfen

  • Schutzrichtlinien in Defender und Exchange Online
  • Safe Links und Safe Attachments
  • SPF, DKIM und DMARC aller Domains
  • Automatische Weiterleitung nach extern
  • Posteingangsregeln mit externer Weiterleitung
  • SMTP AUTH und Direct Send

Typischer Befund Kritisch

Drei Postfächer leiten automatisch an private Adressen weiter.

Soll
Automatische Weiterleitung nach extern gesperrt, Ausnahmen begründet und befristet.
Maßnahme
Ausgehende Spamrichtlinie anpassen, Weiterleitungen mit Fachbereich klären und beenden.

Befunde sind typische, anonymisierte Beispiele. Jeder Bereich ist einzeln oder als Gesamtprüfung buchbar.

So sieht ein Ergebnis aus

Ein Befund pro Zeile, nachvollziehbar bis zur Rohdatei

Ein Auszug aus einem Beispielbericht. Jede Zeile hat eine feste Prüfnummer. Im Folgejahr steht daneben, ob sich der Befund verbessert, verschlechtert oder nicht verändert hat.

Beispielbericht · Tenant contoso.onmicrosoft.com · Erhebung lesend per Skript 3 kritisch 4 prüfen 1 in Ordnung
PrüfpunktSollIstAmpelMaßnahme
ID-04Globale Administratorenweniger als fünf, Aktivierung bei Bedarfsieben, dauerhaft zugewiesenKritischRollen reduzieren, PIM einführen
ID-03Legacy-Authentifizierungblockiertblockiert per Conditional AccessIn Ordnungkeine
FR-02Standard-FreigabelinkPersonen in Ihrer OrganisationJeder mit dem Link, ohne AblaufKritischFreigabestufen je Site, anonyme Links bereinigen
DS-05Optionale verbundene Erfahrungenbewusst entschieden, dokumentiertaktiv, keine EntscheidungPrüfenCloud-Richtlinie setzen, im Verzeichnis vermerken
AU-04Aufbewahrung der Audit-Datenein Jahr laut Löschkonzept180 TagePrüfenAudit-Aufbewahrungsrichtlinie oder eigenes Log-Archiv
BD-01Namen in NutzungsberichtenverborgenKlarnamen sichtbarPrüfenEinstellung umstellen, mit Betriebsvereinbarung abgleichen
EM-04Automatische Weiterleitung nach externgesperrt, Ausnahmen begründetdrei Postfächer leiten weiterKritischAusgehende Spamrichtlinie anpassen, Weiterleitungen klären
EM-03DMARCp=reject für alle Domainszwei von drei Domains auf p=nonePrüfenAbsender auswerten, Richtlinie stufenweise verschärfen

Illustratives Beispiel mit erfundenem Tenant. Ihr Bericht enthält alle Prüfpunkte der gebuchten Module, dazu Management-Summary und Rohdaten.

Ablauf

Lesen, belegen, bewerten, besprechen

Die Erhebung verändert nichts im Tenant. Lesende Rollen wie Global Reader und Security Reader reichen für fast alle Prüfpunkte. Auf Inhalte von Postfächern, Chats oder Dokumenten greifen wir nicht zu.

1

Umfang klären

Module, Lizenzen, Soll-Vorgaben aus Löschkonzept und Betriebsvereinbarung, Ansprechpartner.

2

Lesend erheben

Per Skript mit Microsoft Graph und Exchange Online PowerShell. Rohdaten mit Zeitstempel.

3

Bewerten

Jeder Prüfpunkt gegen sein Soll, getrennt von der Erhebung. Ampel und Maßnahme mit Aufwand.

4

Besprechen

Ergebnis mit IT, Datenschutz und auf Wunsch der Mitarbeitervertretung. Prioritäten festlegen.

5

Umsetzen & vergleichen

Maßnahmen mit Pilot und Rückweg umsetzen. Im Folgejahr dieselben Prüfpunkte, direkt vergleichbar.

Buchbar als

Ein Modul, die ganze Prüfung oder jedes Jahr

Einzelmodul

Ein Bereich mit konkretem Anlass, zum Beispiel „Freigaben & Informationsschutz“ vor einem Audit oder „Beschäftigtendaten“ vor der Verhandlung einer Betriebsvereinbarung.

Gesamtprüfung

Alle sechs Bereiche mit Management-Summary, Befundliste, Rohdaten und Abschlussgespräch. Grundlage für ein Härtungsprojekt oder den Nachweis gegenüber Prüfern.

Jährliche Prüfung

Dieselben Prüfpunkte jedes Jahr, mit Vergleich zum Vorjahr. Passt zu Rahmenverträgen und lässt sich mit dem Evergreen-Management verbinden.

Worauf wir prüfen

Ihr Soll, nicht unseres

Ein Befund ist nur so gut wie die Vorgabe, gegen die er gemessen wird. Deshalb beginnt jede Prüfung mit Ihren eigenen Vorgaben.

  • Ihr Löschkonzept und Ihr Verzeichnis von Verarbeitungstätigkeiten
  • Ihre Dienst- oder Betriebsvereinbarung zu Microsoft 365
  • CIS Microsoft 365 Foundations Benchmark als technische Referenz
  • Empfehlungen von Microsoft und, wo gefordert, BSI IT-Grundschutz
  • Branchenvorgaben, etwa der B3S Krankenhaus im Gesundheitswesen

Häufige Fragen

Fragen zur Prüfung

Verändern Sie bei der Prüfung etwas im Tenant?

Nein. Die Erhebung läuft mit lesenden Rollen und verändert keine Einstellung. Änderungen gibt es erst in einer separaten Umsetzungsphase, die Sie freigeben, mit Sicherung des Ist-Zustands und einem Rückweg.

Sehen Sie dabei Mails, Chats oder Dokumente?

Nein. Geprüft werden Konfigurationen, Richtlinien und Metadaten wie Freigabeeinstellungen oder Rollen. Inhalte von Postfächern, Chats oder Dokumenten brauchen wir dafür nicht.

Muss die Mitarbeitervertretung beteiligt werden?

Die Prüfung selbst wertet kein Verhalten von Beschäftigten aus. Das Modul „Beschäftigtendaten“ prüft aber genau die Einstellungen, die für Betriebs- oder Personalrat relevant sind. Viele Organisationen stellen das Ergebnis deshalb auch dort vor. Wir unterstützen dabei.

Welche Lizenzen setzen Sie voraus?

Keine bestimmten. Einige Prüfpunkte gibt es nur mit passenden Lizenzen, etwa Customer Lockbox oder längere Audit-Aufbewahrung. Dann prüfen wir, ob die Funktion verfügbar ist, und bewerten das im Bericht.

Wie lange dauert eine Gesamtprüfung?

Die Erhebung selbst dauert meist nur Stunden. Bewertung, Bericht und Abschlussgespräch hängen vom Umfang des Tenants und Ihrer Vorgaben ab und liegen typischerweise bei einigen Arbeitstagen.

Setzen Sie die Maßnahmen auch um?

Ja, auf Wunsch. Dabei gilt unser Muster: Ist-Zustand sichern, im Pilot ändern, bewusst ausrollen und belegen. Bei der nächsten Prüfung wird kontrolliert, ob die Maßnahme wirkt.

Wie steht Ihr Tenant da?

In 30 Minuten klären wir Umfang, Lizenzen, Mitbestimmung und Zugang. Danach wissen Sie, welche Module sinnvoll sind und was die Prüfung liefert.